Dienstag, 26. März 2013

Das Gesetz der Straße



Kapitel 3 - Auf der Suche nach dem Einarmigen Banditen 
 
           Übellaunig brachte Boris Tsurikov seinen amateurhaft schwarzlackierten, mit Rostflecken übersäten VW Lupus vor der alten Flaschenabfüllfabrik zum Stehen. Er war in der besten Laune, um ein paar Hälse zu schneiden. Seit einiger Zeit lief es nicht besonders gut für die Holsten Zombies und er war mehr als willens das wieder zu ändern. Nachdem sein bester Freund mit einem Gift umgebracht worden war, suchte er nach dem Schwein, das ihm das angetan hatte. Boris fühlte, dass sie kurz davor standen ihr Ziel zu erreichen, aber dummerweise versuchten einige Hohlköpfe ihnen einen Strich durch die Rechnung zu machen. Dafür, das schwor er sich, würden diese Mistfliegen leiden.            
            Zu seinem Wagen gesellten sich noch drei Vans, die ebenfalls mit Schwarz überlackiert worden waren und zwei ramponierte Motorräder. Zweiunddreißig bewaffnete Mitglieder seiner Gang stiegen aus den Transportern. An der Hafenkante hatten diese Pisser seinen Jungs übel mitgespielt, aber gegen diese Übermacht würden auch sie nichts ausrichten können - zumal alle derart mit Drogen vollgepumpt waren, dass sie Schmerzen nur am Rande wahrnehmen konnten.       

Montag, 18. März 2013

Das Gesetz der Straße



Kapitel 2 - Gang War Z 

            Wie besprochen sahen sich Sunetra und Largo am Tatort - einem ausgebrannten türkischen Gemüseladen - um und interviewten die Nachbarn - naja, jedenfalls versuchten sie es. Die, die halbwegs Deutsch sprechen konnten, schlossen meist sofort wieder die Türen und schickten sie weg. Erst in einem Nagelstudio in der Nähe, erfuhren sie, was die Menschen so in Angst und Schrecken versetzt hatte. Das Mädel, das dort arbeitete, war so sauer auf die Holsten Zombies, dass sie ihre Vorsicht über Bord warf und uns ohne Umschweife erzählte, was sie beobachtet hatte. Scheinbar trieben die Untoten in dieser Gegend Schutzgelder ein. Dabei wären sie stets zu viert unterwegs.   
            "Bis auf ihren Anführer 'Blondie' hatten sie schwarze Haare und kamen einmal in der Woche vorbei. Angeblich hatte sich Blondie fürchterlich mit dem Inhaber des Gemüseladens gestritten. Kurz darauf sind sie aber unverrichteter Dinge wieder abgezogen. Worum es genau bei dem Streit ging, wusste sie leider nicht."        
            "Mist!", entfuhr es Hendrik, "Ich hatte gehofft, dass Sunetra mehr in Erfahrung bringen würde. - Hat sie noch etwas gesagt?"  "Ja, wenn die Zombies ihren Turnus einhalten, kommen sie morgen wieder in die Straße, um die Gebühren einzutreiben."
             Der über zwei Meter große Ork, der trotz der warmen Mai-Sonne seinen langen, dunkelbraunen Mantel trug, vergrub seine Hände tiefer in den Taschen und brummte: "Wenn alle Stricke reißen wissen wir wenigstens, wo wir diesen Blondschopf abgreifen können. Komm, vielleicht haben wir mehr Glück!"  
            Alyssa warf die Beifahrertür des Toyota Coaster zu und eilte Hendrik hinterher, mit dessen Schritten sie Mühe hatte mitzuhalten. Vor ihnen baute sich die Klinik in all ihrer Hässlichkeit auf. Früher einmal hieß die Einrichtung Albertinenkrankenhaus und stand unter der Fuchtel der Kirche. Da die faschistoiden Cheftunten der Kirchenobrigkeit im Zuge der UGE (
Ungeklärte Genetische Expression) 2011 und der Goblinisierungs-welle zehn Jahre später bereits unter chronischer Schnappatmung litten, waren die Eurokriege zu viel des Guten gewesen. Nicht nur, dass ausgerechnet im ansonsten sehr toleranten Altona viele Orks, Trolle und Zwerge lebten, nein, man musste sich auch noch mit Muslimen und Atheisten aus aller Herren Länder abgeben.        

Sonntag, 10. März 2013

Das Gesetz der Straße


 Kapitel 1 - Altona Allerlei

            Serhat spürte die sengende Hitze der Wüstensonne auf seinem Gesicht und eilte sich daher umso mehr, um sich in die schützenden Schatten der Palmen zu retten, die er in der Ferne entdeckt hatte. Hoffentlich jagte er nicht schon wieder einer Fata Morgana hinterher. Bereits seit Tagen wanderte er durch die Sahara. Einsam, allein, mit zur Neige gehenden Vorräten, nur in trauriger Gesellschaft von wachsender Verzweiflung und aufkeimender Panik. Mittlerweile wankte er mehr, als dass er aufrecht voran schritt. Wie lange würde er das wohl noch aushalten können?           
            Seinen kahlen Schädel zierte ein Kopfstützenbezug, den er aus dem liegen gebliebenen Wagen mitgenommen hatte und als improvisierte Mütze trug. Serhat hoffte sich damit wenigstens ein bisschen vor der unbarmherzigen Sonnenstrahlung schützen zu können. Nur mit allergrößter Beherrschung konnte er sich davon abhalten das Ding wieder auszuziehen, denn es hatte sich ein ganzes Meer unter dem Bezug gebildet, das sich in mehreren kleinen Sturzbächen seinen Nacken herab auf den Rücken ergoss. Das anthrazitfarbene Hemd klebte ihm am ganzen Leib. Es war ihm ein Rätsel, wie er unablässig schwitzen konnte, wenn er doch kaum etwas getrunken hatte. Fast hatte er die Palmen erreicht. Endlich ausruhen und etwas Kühlung im Schatten.  
             Schlurfend trugen die tauben Beine seinen Körper voran, Meter für Meter. Ein Stein ragte aus dem Wüstenboden und er wäre beinahe hingefallen. So stolperte er und knallte mit dem Kopf gegen den Stamm eines Baumes. Nur mit Müh und Not schaffte er es nicht hinzufallen. So hielt er den Stamm mit beiden Armen umschlungen und atmete so schwer aus, als wäre er gerade einen Marathon gelaufen. 'Es ist erstaunlich, was der menschliche Körper alles aushalten kann.', dachte er und schöpfte etwas Hoffnung, als er hinter der Palme ein kleines Wasserloch entdeckte.   

Die zweieinhalb Leben des Käpt'n Knudson


            'Nach dem Spiel ist vor dem Spiel.'      
Ich hab keine Ahnung welche Pfeife diesen Aphorismus als Erster in den Äther genuschelt hat, aber was für geistig minderbegabte Fußballer gilt, hat in diesem Fall auch im Schattenbusiness Bestand. Nachdem wir die Geschäfte, für die wir nach Kopenhagen gekommen waren, erledigt hatten, war es an der Zeit die Heimreise in Angriff zu nehmen. Da wir wieder mit unserem Schnellboot nach Hamburg zurückschippern würden, war es klug, wenn wir keine Leerfahrt machen würden. Für irgendwas muss ja unser Schmuggelfach gut sein. So entschieden wir aufgrund eines Tipps von Sunetras alter Freundin Lina einer berüchtigten Hafenkneipe einen Besuch abzustatten. Vielleicht konnten wir ja dort einen kleinen Transportauftrag ergattern. 
            Am frühen Nachmittag schlenderten wir gemütlichen Schrittes an der Hafenpromenade entlang, vorbei an Anlegestellen mit vertäuten Fischerbooten und privaten Schiffen wie unserer Dead Man's Hand, Tante Emma Lädchen - ja, die gibt's tatsächlich noch in Dänemark -  Spirituosen-Geschäften, Puffs und Fischmärkten. Die Gebäude waren nahezu alle verklinkert und versprühten diesen gewissen ursprünglichen, abgerissenen, dezent herunter-gekommenen Charme, der Gemütlichkeit verheißt. Ein laues Lüftchen tanzte uns mit einer olfaktorischen Melange aus Salzwasser, frischem Fisch und Gebratenem um die Nase, während am weitgehend wolkenfreien Himmel einige Möwen kreischten.           In der Nähe der Marktstände hielten sich Nutten an den Seitengassen auf, um ihr Glück dabei zu versuchen die Herren der Schöpfung auf ihrem Heimweg zu Frauchen abzufangen. Allzu viel edles Material war nicht dabei. Eher würde ich einen Karpfen zum Fellatio missbrauchen als mich freiwillig auf eine der Dirnen zu legen. Diese Bazillenmutterschiffe wären wahrscheinlich sogar für meine Konstitution zu viel gewesen.    

Viel Feind - viel Ehr!


            Sanft schaukelte die Dead Man's Hand auf der Ostsee hin und her, als sich eine Drohne mit der Silhouette einer Hummel aus der mit Rauputz verkleideten Wand löste. An zwei hakenartigen Gebilden unter ihrem Bauch war eine metallene Düse befestigt, die das Ende eines Schlauchs bildete. Sie schwebte zu dem Nordwerft Wind Schnellboot herüber und verharrte vor einer schmalen Öffnung. Dort angekommen veränderte sie die Ausrichtung der Düse um etwa vierzig Grad nach unten und führte sie in den Tankstutzen ein. Abschließend schoben zwei kleine Greifärmchen einen Verschluss nach vorne, der rasend schnell auf das an der Bordwand befestigte Gewinde geschraubt wurde. Nun versiegelt, begann der Roboter umgehend Treibstoff mit hohem Druck in den Tank des Schiffs zu pressen. Aus müden Augen blickend, standen wir etwas abseits am Pier der Bootstankstelle und sahen dem Schauspiel der Drohne zu. Die Ereignisse der letzten Tage hatten uns mehr mitgenommen, als uns lieb war.
            Nicht nur Piraten wollten uns ans Leder, nein auch die Vollversammlung der Wassergeister erwartete uns als schwimmenden Snack zur Halbzeitpause. Nur mit viel Glück waren wir ohne eine Schramme da durch gekommen. Und als wir endlich des nachts in Kopenhagen angekommen waren, tauchte dieser Japaner - Yashida Himoto - auf, der steif und fest behauptete der Verlobte unserer elfischen Spruchschleuder zu sein. Doch diese Enthüllung war nicht Schock genug. Nein! Ihm auf den Fersen waren auch noch irgendwelche Fremden, die uns mit einem Containerkran am Hafen den Garaus machen wollten.

Nur 48 Stunden



 Kapitel 3 - Mit dem Finger in der Wunde

            Langsam krochen vereinzelt und schüchtern die ersten Sonnenstrahlen über altmodische Backsteinhäuser und charmebefreite Plattenbauten. Ein fahler Morgen graute nach einer Nacht, die ich so schnell nicht vergessen werde.  Etwa gegen Mitternacht hatten wir das dänische Tønder erreicht, das am nördlichen Ufer des Neuen-Nord-Ostsee-Kanals lag. Da die Dead Man's Hand zu klein war, um uns allen genug Schlafplätze zu bieten, entschlossen wir uns in einem der hiesigen Hotels einzumieten.
           
Wenn man auf einem Run ist, sollte man einige wenige Stunden geruhsamen Schlafs nicht unterschätzen. Oft sorgt das für eine wesentlich bessere Konzentration während der kritischen Phasen einer Mission. Daher war ich auch froh, dass Tønder nicht wie viele andere Städte in Europa mit Qube-Hotels vollgepflastert war. Nicht umsonst nannte man diese Zumutung einer Unterkunft 'Sarghotel'. Wer gerne darin schlief war entweder kleinwüchsig, lag im Koma oder hatte ernsthafte Probleme mit der Wahrnehmung der Realität. Übereinandergeschichtet in engsten Kabinen wurde man mittels eines automatischen Lagersystems wie eine Fracht eingepfercht.
            Die anbietenden Firmen warben damit, dass man zu kleinstem Preis die volle Entspannung geboten bekäme. Das war natürlich eine reine Lüge. In Wirklichkeit fühlte man sich wie eine Sardine in der Büchse. Daher wählten wir wohlweislich ein echtes Hotel aus. Doch die Hoffnung in vollkommener Ruhe ein paar Stunden der Entspannung geboten zu bekommen, wurde jäh durchbrochen durch Mandy, Angelica, Michelle und die anderen Prostituierten, deren Namen von ihren Freiern durch viel zu dünne Wände gebrüllt wurden.  Der von der Decke rieselnde Dreck und das Wummern der Betten trugen ihren Teil dazu bei dass wir am liebsten ein paar blaue Bohnen verteilt hätten.      
            So krabbelten wir mies gelaunt aus unseren Betten und begaben uns zum Hafen zurück, wo Largo in der Nacht die Löcher in der Außenwand der Dead Man's Hand provisorisch versiegelt hatte. Das Geschütz des Piratenschiffes hatte unserem Bug nämlich einige neue Entlüftungslöcher verpasst. Zwar beeinträchtigten diese nicht die Einsatzfähigkeit unseres Nordwerft Wind Schnellbootes, aber um nicht unnötig bei den hiesigen Ordnungshütern aufzufallen, mussten wir uns so schnell wie möglich darum kümmern.           

Nur 48 Stunden



Kapitel 2 - An der Nordseeküste...
 
            "Was?!"
Beunruhigt wirbelte ich herum und stürmte aus der Kabine zum Heck des Schiffs.  Mein Haar wogte im Wind wie Seetang unter Wasser hin und her als ich in die Ferne blickte. Tatsächlich näherten sich uns drei Schnellboote mit hoher Geschwindigkeit von Achtern.
            Obwohl es tiefste Nacht war, konnte ich sehen, wie weiße Gischt hinter ihnen von den Motoren in den Himmel geschleudert wurde. Sie waren so schnell, dass sich ihre Buge Speerspitzen gleich gen Himmel gerichtet hatten.       
            Der zweite Ork an Bord trat an meine Seite. "Kannst du etwas erkennen?"     
            "Nein. Weder Waffen, Besatzungen... noch nicht mal so etwas wie Hoheitszeichen oder Konzernzugehörigkeiten. Aber so zielstrebig, wie die näher kommen, sind die nicht auf einen Plausch über einem Bierchen aus."     
            "Ja", knurrte Cone, "das da bedeutet garantiert Ärger. Ich frage mich, wie der Zwerg ihr Kommen bemerken konnte."   
            Bevor ich etwas erwidern konnte, öffnete Largo einen Kanal im Komlink: "Entweder leidest du an Demenz oder du hast noch nicht mitbekommen, dass ich der Dead Man's Hand eine Riggeradaption verpasst habe. Sobald ich eingeloggt bin, werde ich eins mit dem Fahrzeug. Alles, was das Radar und die Sensoren aufzeichnen, wird direkt an mich weiter geleitet. Diese Flitzpiepen haben am Hafen auf uns gewartet. Ich hab sie schon seit unserer Abfahrt auf dem Schirm."          
            "Warum hast du nicht vorher was gesagt? Eine kleine Warnung wäre fantastisch gewesen."       
            "Bis jetzt hatten sie genug Abstand gehalten und es gab keinen Grund Panik zu schieben. Es hätte genauso gut Zufall sein können."
             Der ehemalige Ganger zog die Augenbrauen zusammen und sah grimmig zu unseren Verfolgern rüber. "Naja, Zufall können wir ja dann von der Liste streichen."   
            Stumm pflichtet ich meinem Cousin bei. Wir befanden uns noch innerhalb der Grenzen des Hamburger Elbteils, aber seit der schwarzen Flut von 2011 war dieses Gebiet so weitläufig, dass man schon fast von einem kleinen Binnenmeer sprechen konnte. Ein Schusswechsel so weit entfernt vom Ufer fiel also bei entsprechender Witterung nicht einmal besonders auf. Und ich fand, dass uns das in dieser Nacht zum Vorteil gereichte.      

Nur 48 Stunden


 Kapitel 1 - Kubanisches Gold
          Kratzend entzündete sich das Streichholz in einer zischenden Sonne, die sogleich erstarb und so der Geburt einer einzelnen Flamme Platz schaffte. Als das Streichholz die Position wechselte, um sich an einen fast verbrauchten Docht anzuschmiegen, sponn die Flamme schwarze Fäden, die sich kräuselnd von der Spitze lösten und im Raum verloren. Dankbar erwärmte sich der Docht und übernahm den brennenden Setzling. Nun entflammt verbrauchte er das Wachs im Stoff und pumpte aus dem größer werdenden See an seinem Fuße neuen Brennstoff empor.       
            Das Holz setzte seine Reise zu vier weiteren Kerzen fort, bis die Elfe den übrig gebliebenen Stummel zu ihren Lippen führte, um die Flamme auszupusten. Behutsam legte sie die Reste in ein Schüsselchen zu anderen abgebrannten Hölzern.
            Geschickt arrangierte die Elfe die Kerzen in einem perfekten Halbkreis um die Bastmatte, die in der Mitte des Raumes lag. Am Kopfende, zwischen zwei Kerzen, stand eine mit Sand gefüllte Schale. Räucherstäbchen steckten darin und verbreiteten einen würzigen Duft im abgedunkelten Raum. Die Elfin sog die Luft so tief ein, wie sie konnte und atmete ganz langsam aus. Lediglich in einen Kimono gekleidet, betrachtete sie zufrieden ihr Werk, trat an die Bastmatte und kniete sich so darauf nieder, dass ihr Gewand keine Falten warf.            
            Doch bevor sie beginnen konnte, nahm sie ein altertümlich wirkendes Teekesselchen von einem Stövchen aus weißer Keramik, auf dem allerlei Figuren und Tiere mit blauen Strichen abgebildet waren. Aus dem Kännchen goss die Elfe einen grünlichen Tee, den sie in einem tiefen Schälchen auffing. Sie nahm einen Schluck der dampfenden Flüssigkeit zu sich und fühlte, wie sie sich ihren Weg durch den Hals in den Magen bahnte.       
            Nun war sie soweit. Die Hände auf ihre Oberschenkel gelegt, schloss sie ihre Augen und atmete tief ein und aus - ein und aus - ein ... und ... aus. Das rhythmische Auf und Ab ihres Brustkastens und der Duft des ätherischen Rauchs in der Luft, beruhigten sie so sehr, dass  sich Puls und Atmung verlangsamten. Schließlich gab sie sich der hypnotischen Wirkung ganz hin und ließ sich von ihrem Körper wegtreiben.

Einmal Schwarzwald und zurück



Kapitel 6 - Das alte Rein-Raus-Spiel
C-Level

          Routine. Das war es, was Paul Adams an seinem Job am meisten schätzte und was er in den letzten achtzehn Stunden so schrecklich vermisst hatte.      
          Seit mehr als drei Jahren leitete er die Sicherheitskräfte der geheimen Forschungseinrichtung mitten im Niemandsland des Schwarzwaldes und nie war es auch nur zu dem geringsten Zwischenfall gekommen. Nie wurden die Experimente der Magier gestört und es gab keine Beschwerden. Herrlich langweilig war es gewesen und darauf war Paul mächtig stolz. Doch seit letzter Nacht stand seine wohlsortierte und geordnete Welt Kopf.        
          Statt Stille erfüllte nun geschäftige Betriebsamkeit die Gänge der Anlage und über jedem Handgriff und jedem Gespräch lag eine ungewohnte Nervosität. Hektisch sicherten die Sesselfurzer unter den Augen der Wachmannschaften alle Daten, katalogisierten das Inventar und packten die wichtigsten Sachen vorsorglich ein. Kurz: man bereitete sich darauf vor die geheime Anlage zu evakuieren, denn sie war nicht länger geheim. Die Flucht der fünf Testpersonen war für seine Abteilung geradezu beschämend gewesen, zumal sie auch noch fünf Tote zu beklagen hatten. Beim Gedanken an die Schreiben, die er den Angehören zustellen würde müssen, wurde Paul wütend.
          Inständig hoffte er, dass das Aufräumkommando, das 'BlackTechs' Mutterkonzern 'AG Chemie' aus Ludwigshafen kurzfristig eingeflogen hatte, erfolgreich war und die Ausreißer finden konnte - auch wenn die Anwesenheit der Söldner ihn an sein Versagen erinnerte.        
          Es beunruhigte ihn, dass sie sich noch nicht zurückgemeldet hatten. Nur zu gerne würde er die Notevakuierung abblasen und die erlittene Blamage zumindest teilweise wieder auszubügeln.   
          Wenn er sich im Augenblick nur nicht so nutzlos fühlen würde.    
          Unschlüssig und nur oberflächlich ging er einige Berichte durch, um erfolglos das Treiben um ihn herum auszublenden, als die Glastür zur Sicherheitszentrale zur Seite glitt und Herbert mit zwei gepanzerten Söldnern  den Raum betrat. Sein Kollege hatte ebenfalls schon bessere Tage erlebt. Ständig fummelte er mit seinen Händen an der Krawatte und blickte ängstlich zu Boden.
Zwei weitere Söldner bezogen vor der Tür Posten. Ein Stein fiel Paul vom Herzen. Beinahe übermütig sprang er aus seinem Bürostuhl auf und grüßte militärisch.
Hoffentlich hatten sie gute Nachrichten

Einmal Schwarzwald und zurück


 Kapitel 5 - Grillen wie die Spartaner
          Wenn man in der Unterzahl und zudem noch waffenmäßig unterlegen ist, sollte man besser die Beine in die Hand nehmen, schön den Mittelfinger zeigen und das Weite suchen.     
          Blöd ist aber, wenn man sich nicht mehr verpissen kann. Nach unserer Flucht aus der 'Life Research Independent Ltd.'-Anlage wurde uns klar, dass uns diese Dreksäcke nicht in Ruhe lassen würden. Im Bewusstsein, dass zumindest Cones und meine Identität kein Geheimnis mehr waren und die Nummernschilder unserer Vehikel sie geradewegs ins stinkende Hamburg führen würden, mussten wir schnell handeln. Um ihren Schaden zu minimieren hatten sie uns sicherlich bereits ein Aufräumteam auf den Hals gehetzt.       
          Sie wähnten uns auf der Flucht - ein Umstand den wir uns zunutze machen konnten. Da Angriff bekanntlich die beste Verteidigung ist, heckten wir einen Plan aus, um die Konzernsöldner in eine Falle zu locken. 

          Tief im Wald auf einer Lichtung, inmitten eines gigantischen Funklochs, in dem Komlinks nur auf kurze Distanz funktionierten, befand sich eine Grillhütte. In erster Linie für Trolle konstruiert, war sie deutlich größer und geräumiger als gewohnt, aber am Ende auch nicht mehr als eine Feuerstelle mit einem lecken Dach darüber.
Der Ort war perfekt für einen Hinterhalt. Nun mussten die Gegner nur noch wissen, wo wir waren.     
          Sunetra hatte für den zu erwartenden gegnerischen Magier im Astralraum Brotkrümel ausgelegt, während wir anderen im Dorf keinen Hehl daraus gemacht hatten, wo wir hin wollten - sicher ist sicher. 
          Offiziell wollten wir wandern und etwas Wild jagen. Dazu hatten wir einem alten Ork einige Tierfallen und sein noch älteres Jagdgewehr mit Zielfernrohr abgeschwatzt. Und um die Runde der Wissenden noch zu erhöhen haben wir uns beim Trollmetzger im Dorf gleich noch einen Schwung Fleisch gekauft, damit wir auf alle Fälle was zum Grillen dabei hatten.   
          Wir hofften, dass der Gegner nach einem Interview der Dorfbewohner dachte, dass wir glaubten vor ihnen in Sicherheit zu sein und sie in uns nur einige unbedarfte Trottel sahen.

Einmal Schwarzwald und zurück


Kapitel 4 - F.U.B.A.R.
          Wenn einem das letzte Stündlein geschlagen hat, sieht man sein Leben in einer Art 'Best-of' vor seinen Augen vorbei ziehen. - Zumindest wird das immer wieder gerne behauptet.
          Bullshit, sag ich dazu!      
Das, was ich vor meinem Verstand vorübereiern sah, war mehr das schäbige 'Making-of' zu 'Wie zum Teufel bin ich jetzt wieder in diese Scheiße geraten?'.

          Seit wir in der Hütte angekommen waren, hatte man uns fortwährend den Arsch versohlt. Zuerst war es ein freier Geist, der unter unserer Behausung 'Poltergeist 1 bis 3' nachgespielt hatte. Dann hätte uns ein Höllenhund fast das Fell über die Ohren gezogen. Passenderweise lief es letztendlich umgekehrt.         
          Schließlich waren uns Spezialstreitkräfte auf der Spur, die uns in eine Bunkeranlage getrieben hatten, in der irgendwelche Magier mit Crittern experimentierten.

          Da wir in der Unterzahl waren, und dazu auch noch hoffnungslos unterbewaffnet, wollten wir verständlicherweise diskret das Weite suchen. Doch bevor wir in der Tiefgarage einen Transporter kurzschließen konnten, war das Fähnlein Fieselschweif aufgetaucht und nahm uns mit Unterstützung von Kampfdrohnen in die Mangel.
          Inzwischen musste in der gesamten Anlage der Alarm ausgelöst worden sein. Und mit jedem Gegner, der durch die Tür in die Garage kam, gingen uns mehr und mehr die Optionen aus.

Einmal Schwarzwald und zurück



Kapitel 3 - Im Stollen ist die Hölle los
 
T-1-Level


          Dumpf hallte der Schlag von den Wänden des Überwachungsraums wider. Der an dem Stuhl gefesselte und geknebelte Wachmann Max sank in sich zusammen, als er sich in Morpheus Arme begab.     
          "So, der sollte eine Zeit lang Ruhe geben."    
Frustriert trat Cone gegen die Leiche des zweiten Wachmannes, der, wie wir nun wussten, einst auf den Namen 'Marc' hörte. Der Verlust des Grip zwischen Kopf und Hals sollte zukünftige Anrufungen seines Namens obsolet machen. Wenigstens ließ mein Cousin den Kopf in Ruhe. Die Szene war so schon grotesk genug.    

           
"Das Verhör hat ja mal grad gar nix gebracht. Was sollen wir denn jetzt machen?"    
          "Nun, wir wissen jetzt immerhin, dass wir uns in einer Anlage von 'Life Research Independent Ltd.' befinden, die irgendwann in den Dreißigern entstanden sein muss. Wir wissen außerdem, dass man hier irgendwelche Forschungen mit Crittern betreibt und dass es eine Tiefgarage geben muss."
          "HA! Eine Tiefgarage, die noch weiter unter uns sein soll? Das macht doch keinen Sinn. Ganz unten sind normalerweise die wichtigsten und empfindlichsten Bereiche unterirdischer Anlagen. Die Garage müsste doch hier oben sein."
          Dem Argument konnte ich nicht widersprechen, aber es war unsere bislang beste, weil einzige Spur. "Vielleicht hätte ich ihn mit einer Geistsonde bearbeiten sollen."        
          "Ich glaube nicht, Lightning, dass wir dann mehr erfahren hätten. Hier wissen die Mitarbeiter scheinbar nur über ihren unmittelbaren Arbeitsbereich Bescheid."   

          Inzwischen hatte Sunetra ihr Katana von Marcs Blut befreit und schob es besorgt in das Saya, wie die Schwertscheide in Japan genannt wird, auf ihrem Rücken zurück.
          "Vergesst nicht den Wendigo, den er erwähnt hat!", gab sie zu bedenken.         

Einmal Schwarzwald und zurück



 Kapitel 2 - The Hound of Blackwood Forest
          Bedrohlich dunkel, riesenhaft, geradezu angriffslustig huschten links und rechts der Landstraße die nächtlichen Fratzen des Waldes vorbei. Anhänglich waren sie - die Bilder, die wir in den Bäumen zu erkennen glaubten. Bilder, die dem Rover immerzu dicht auf den Fersen waren und unsere fluchtartige Abreise aus der Urlaubshütte des Grauens antrieben.
          Zudem war uns kalt. Doch war es nicht die Sorte Kälte, die man durch eine hochgefahrene Heizung vertreiben kann. Es war die Kälte, die Angst und Panik wie der erzwungene dritte Skatkumpel begleitete. Sie kriecht einem zuerst unter die Haut, dann den Nacken hoch, bis sie einen am Schlafittchen gepackt hat. Schließlich krallt sich dieser Parasit in den Knochen fest und lässt einen nicht mehr los.
Ich hatte seit unserer Abfahrt eine hartnäckige Gänsehaut, selbst jetzt noch, nachdem wir fast sechs Kilometer Abstand zwischen uns und die unheimliche Hütte gebracht hatten.
          Niemanden hatte das Ereignis unbeeindruckt gelassen. Auch unsere toughen Magierinnen konnten nicht die Anwesenheit des unsichtbaren fünften Fahrgasts leugnen. Besorgt blickten Lightning und Sunetra zu ihren Türfenstern nach draußen und hielten nach Dingen Ausschau, die man für gewöhnlich, selbst in der Erwachten Welt, nicht auf normalen Wege sehen kann.
Largo, unser zwergischer Rigger, versuchte die Kälte der Angst durch Wut zu vertreiben und redete sich selbst in Rage: "Verdammte Magie! Verdammte Drecksgeister - und verdammt seien die Zauberer mit ihren unseligen Experimenten!"
          Frustriert schlug er so hart auf die Mittelkonsole, dass ich befürchtete, er könnte den Airbag auslösen. Während Sunetra den Zwerg ignorierte, nahm Lightning die Aufforderung zum Wortgefecht nur zu gerne an und ließ ebenfalls Dampf ab: "Ey, Kurzer! Deine ach so verfluchten Zauberrinnen haben dir mit ihren arkanen Fertigkeiten schon ein paarmal den Arsch gerettet!"
"Ach, ich meine doch nicht euch... du weißt, dass ich... ach es ist nur all das Gerede  von Blutmagie, Menschenopfern und Geistern, die uns an den Kragen wollen..."    
          Er seufzte schwer und sank ein wenig in sich zusammen. Ich konnte seine Frustration verstehen. Wenn man sich nur mit physischen Mitteln gegen etwas wehren kann, das diese Ebene der Existenz hinter sich gelassen hatte, fühlt man sich ziemlich hilflos. Wir hatten in der Hütte Glück gehabt, dass niemand von uns ernsthaft zu Schaden gekommen war. Sunetra erholte sich rasch von dem Schlummer, in den ich sie schicken musste und mein Cousin Cone hatte kaum Erinnerung daran, dass ein blutgieriger Geist sich seines Verstandes bemächtigt hatte. Auf der anderen Seite muss es auch ein sehr einseitiger Kampf für den Geist gewesen sein.        
          Cone jedenfalls war nicht so einfach klein zu kriegen. Kaum fünf Minuten, nachdem wir den Geist vertrieben hatten, saß er schon wieder auf seiner Trollhammer und düste hinter uns die Straße den Berg hinab.     

Einmal Schwarzwald und zurück




 Kapitel 1 - Wir sind dann mal weg...
          "Mach doch endlich mal diesen verdammten Krach aus!" Nur mit Mühe konnte ich Alyssas Schrei vom Rücksitz aus wahrnehmen. Viel zu laut beschallten die Lautsprecher des Rover die Fahrgastzelle. Abgesehen davon kam ich aus dem Lachen nicht mehr heraus. Klickend rastete der Lautstärkeregler des Autoradios ein und die Musik verstummte. "Mann, Largo, was ist DAS denn für ein derbes Geschredder?"
          "'Ripped Throat Raping Ghouls'. Die Knüppeln live noch derber aufs Trommelfell ein."  
          Immer noch in mich hinein giggelnd wischte ich mir mit dem Handrücken Tränen aus den Augen und versuchte dabei die Straße im Blick zu behalten.   
          "Cyberporn-Grind, ja?!" Beim Aussprechen des Genrenamens musste ich wieder lachen. Ebenfalls amüsiert entfernte Largo seinen Musikdatenstick aus dem Radio.
"Bin über eine Musikempfehlung von Sunetra drüber gestolpert."
          "Echt? Du hörst auch so einen Scheiß?"
Der einzige Mensch in unserer Gruppe wandte sich der Elfin entsetzt zu. Unbeeindruckt gab diese eine eindrucksvolle Kostprobe des Gesangs solcher Bands wieder - sofern man das Gegrunze und Gejaule so bezeichnen möchte.
          "Ach - du - scheiße! OK, ich glaub dir ja, dass du den Mist wirklich hörst."         
          "Es kann ja nicht jeder Enya hören, wie du."  
Abwehrend warf die Zauberin die Hände in die Luft: "Nur weil ich EIN Album von ihr hab..." Allerdings musste auch sie nun lachen.   
          Ja, wir hatten zur Abwechslung richtig gute Stimmung, denn wir machten Urlaub. Da wir auf unserem letzten Run ziemlich übel zugerichtet worden waren, würden uns ein paar Tage Ruhe sicherlich gut tun. Nachdem wir Aan und ihren Mann Juan am Hafen abgeliefert hatten, war unser Auftrag beendet, denn das Paar galt nun offiziell als vermisst, die Geschäftspartner ihres Vaters waren tot und von uns war nur noch die Hälfte einsatzbereit. Netterweise bezahlte uns Onkel Herb für die gesamte Woche und etwa vierzehn Tage später bekamen wir über Tyler einen Umschlag zugeschickt. Darin war eine Postkarte von Aan und ein Lotterielos. Normalerweise gewinne ich nicht mal abgelaufene Affenscheiße. Darum war ich sehr überrascht, als mich letzten Freitag eine E-Mail darüber informierte, dass wir eine Reise in den Schwarzwald gewonnen hatten.

Samstag, 9. März 2013

Shadowrun Returns - Alpha Gameplay

Zu dem im Sommer kommenden Shadowrun Returns PC Rollenspiel haben Harebrained Schemes ein erstes Video mit Alpha Gameplay Material veröffentlicht. Gezeigt wird eine Nebenmission, in der das Dialogsystem, Magiekampf (inkl. Beschwörung von Geistern), Einsatz von Drohnen und regulärer Kampf gezeigt wird.

Die Optik gefällt mir schon richtig gut. Der comicartige Stil passt wunderbar zum Shadowrun Universum und auch die Animationen machen schon einen wunderbar flüssigen Eindruck. Ich kann es kaum erwarten, dass SR:R endlich erscheint.


Ángel de la Muerte

Tag 3 - Wer wird Millionär?


          Nachdem die HansSec unsere drei Attentäter in Gewahrsam genommen hatte, entwickelte sich Beusts Sause - wenn man von der anwesenden Prominenz mal absah - zu einer ordinären, hundsgewöhnlichen und stinklangweiligen Geburtstagsfeier mit Lobhudeleien, schrecklich belangloser Musik und peinlichen Vorführungen. Ich schwöre: wenn jemand auf einem meiner runden Geburtstage mit Partyspielchen anfängt, zünde ich die Bude an und schließe hinter mir ab.
          Aber an diesem Abend war mir Langeweile gerade recht. Nach dem was wir nun wussten, würden wir für den folgenden Tag alle unsere Kräfte brauchen.  

Ángel de la Muerte



Tag 2 - Canapés auf Blauen Bohnen

          Wider Erwarten verlief die restliche Nacht nach unserer unheimlichen Entdeckung auf dem Dach des Wohnblocks ohne weitere Zwischenfälle. Tagsüber begab sich Aan Beust auf Shoppingtour durch Hamburgs Konsumtempel - der Horror für jeden Leibwächter. Bieten solche Ausflüge doch jede Menge Gelegenheiten für Attentäter zuzuschlagen.   
          "Ich wurde den ganzen Nachmittag das Gefühl nicht los, dass uns jemand folgt." Sunetra überprüfte gerade ihre Ausrüstung, als sie ihren Tag Revue passieren ließ.
"Wenn du den Eindruck hattest, wird es wohl so gewesen sein. Vertrau deiner Intuition, Elfe! Das hat uns in Japan mehrmals den Arsch gerettet."      
          "Mag sein."  
"Apropos Japan: wann willst du uns eigentlich mal erzählen, was ihr zwei da so getrieben habt?" Die menschliche Zauberin fläzte sich mit angewinkelten Beinen auf dem Rücksitz des Rover und sah mich neugierig an.
"Sorry. Top Secret."        
          "Faule Ausrede, du alter Geheimniskrämer!" 
"Ich meine es ernst, Alyssa! Das sind Sachen über die ich nicht reden darf. Als ich bei ARGUS ... ähm, ausgestiegen bin, musste ich eine besondere Verschwiegenheitsklausel unterschreiben."
          "PAH!" Sie wandte ihren Blick in gespieltem Trotz nach draußen und beobachtete wieder die vorüberziehenden Straßenzüge Hamburgs.       

          Mit einem leisen Klicken rastete das Magazin wieder in Sunetras Pistole ein. "Habt ihr was über unseren Auftraggeber und unsere kleine Knitterblechparty am Flughafen in Erfahrung bringen können?"
          "Wegen Herrn Beust hab ich mal mit Frank Zehntner bei Argus gesprochen, um..."         
"         Kennst du eigentlich noch jemand anderen außer diesen Typ?"    
          "Ja, dich, Alyssa. Aber leider bist du wenig nützlich in diesen Dingen."   
          "Pfffft, Zicke!", murmelte sie in sich hinein.
Ich erwog kurz einen Spruch auf ihren Monatszyklus zu bringen, besann mich dann aber eines Besseren. "Also, Frank meinte, dass Beust eine lange Karriere als 'Geschäftsmann' hinter sich hat."         

Ángel de la Muerte

Tag 1 - Zerbrechliche Lieferung


"Ich könnte längst mit dem Umlackieren unseres Schnellbootes fertig sein!" Largo sah sichtlich unzufrieden drein, als er an seinem neuen Anzug herum zupfte und sich immer wieder die Hose von der Kimme weg zog.       
          "Hast du eigentlich Mäuse unter deinen Klamotten rumlaufen?", stichelte Lightning schelmisch. Der Zwerg sah missmutig zu ihr rüber: " Dieser Zwirn treibt mich noch in den Wahnsinn."     
          "Willst du mir etwa weiß machen, dass ein bisschen Stoff schafft, was selbst Lightning noch nicht hinbekommen hat?"
          "Heeeeeeey!" Wieder einmal boxte mich die Zauberin in die Seite. "Das war nicht nett."  
          Largo zuckte mit den Achseln: "Ach, ich will nur schnellstmöglich wieder in meine Freizeitkluft und raus aus diesem steifen Brett."       
           
"Stell dich nicht so an. Dein Anzug sitzt wie angegossen. Außerdem gehört er zu unserem neuen Auftrag."
          Daraufhin kniff er ein Auge zu und fixierte Lightning mit dem anderen: "Stimmt ja, das haben wir ja DIR zu verdanken!"

          Tatsächlich hatte die Zauberin Tags zuvor einen Auftrag für unsere kleine Runneragentur an Land gezogen, und einen recht lukrativen noch dazu, wie ich betonen möchte.

          Der Unternehmer Beust gedachte seinen Geburtstag richtig groß zu feiern. Um sicher zu stellen, dass alle Gäste ohne Zwischenfälle die exklusive Feier genießen konnten, verlangte es Herrn Beust nach Bodyguards. Der mit Alyssa bekannte Barkeeper Barry hatte uns den Kontakt zur Bodyguardagentur vermittelt, die von Herrn Beust beauftragt worden war: ein Mensch auf dessen Glatze zwei metallisch schimmernde Streifen zu sehen waren und sich selber nur "Onkel Herb" nannte.      
          Wenn ihr mich fragt, klingt das nach einem 1A Decknamen für einen Kinderpornohändler. Nun, der offensichtlich vercyberte Herb hatte mit solchen Geschäften allerdings nichts am Hut. Er war von uns so angetan, dass wir sogleich für eine ganze Woche engagiert wurden.  Nach der Feier standen nämlich noch Geschäftsverhandlungen mit Partnern aus Südamerika auf dem Plan. Pro Mann und Nase winkten 1.500 Euro am Tag. Als Onkel Herb uns mitteilte, dass wir lediglich Beusts jüngste Tochter Aan zu beschützen hätten, dachte ich mir: "Für DIE Kohle pass ich sogar auf das Häufchen seines Köters auf."    

Freitag, 8. März 2013

Hanse Wasabi

Kapitel 4 - Moshpit

        Alle bekannten und noch nicht nieder geschriebenen Verkehrsregeln missachtend, prügelte Largo den Rover über die Straßen Hamburgs zu dem Treffpunkt, den Kryscha gesendet hatte. Endlich an unserem Ziel angekommen, sah ich zur projizierten Stadtkarte und dann zu den anderen: "Tja, scheint, dass wir hier richtig sind."        
         Unter Schmerzen stemmte sich Lightning auf dem Rücksitz vor: "Moment mal, hier haben wir doch heute Morgen deine Elfenfreundin und Knubbbelchen abgeholt."
         "Pass auf, ich weiß auf welche Stellen deines Körpers ich drücken muss, um deinen Mund zu schließen."      
         Ich glaube nicht wirklich, dass er ihr weh getan hätte, aber ab und an musste man der Magierin auch was entgegen setzen. Sie verzog schmollend den Mund: "Ist ja gut, musst nicht gleich grob werden.", und hielt sich die verletzte Seite. Ein Verband, den Largo angebracht hatte, versorgte sie zusätzlich mit Schmerzmitteln. Sunetra war zwar ebenfalls übern Berg, aber in deutlich schlechterer Verfassung.    
         "Gut, der Rest sollte ein Kinderspiel sein. Largo und ich bringen Bianca zu unserer Auftraggeberin. Ihr zwei bleibt hier und bewacht den Wagen. Ich hoffe ich muss das nicht mit dir ausdiskutieren, Alyssa!"
         "Kein Bedarf. Das heb ich mir für 'ne bessere Gelegenheit auf." Sie lächelte matt und zog ihre Pistole, um mir zu zeigen, dass sie den Rover bis zum Letzten verteidigen würde, wenn sie musste.

Hanse Wasabi

Kapitel 3 - Pommes Tot-Weiß

        Es gibt gute Gründe, warum ich keine Kinder habe. Zum einen habe ich noch nicht die Frau gefunden, mit der ich mein Leben verbringen will. Zum anderen ist das Leben als Runner sehr gefährlich und wenig beständig - schließlich gehören Kugeln, die einem um die Ohren pfeifen durchaus zum Alltag. Wer weiß schon wann man dem final beschleunigten Metalltropfen begegnet?  
         So ein Leben will man nicht unbedingt einer Partnerin antun. Der beste Grund aber keine Kinder zu haben ist für mich immer noch: Sie rauben mir den letzten Nerv!        
         Wir waren gerade mal fünf Minuten von der Halle weg und hatten Kryscha über Komlink über die Rettung der vierzehnjährigen Tochter ihres Champions informiert, da begann Bianca zu quengeln. Unglaublich wie schnell sich diese Göre an ihren Magen erinnern konnte. Noch kurz zuvor ist sie fast abgemurkst worden und schon verlangt sie nach einem Burger. - Und das laut, ausdauernd und in einer nerv tötenden Tonlage.          Notiz an mich selber: kleine Mädchen sind wie Lightning auf Speed!        
         Um des Friedens willen verließ ich die Autobahn bei der nächsten sich bietenden Gelegenheit und lenkte den Rover zu einem der Stuffer Shack Filialen. Es gibt noch nicht allzu viele Filialen in den ADL - meiner Meinung nach aber sind es schon zu viele - also sollte ich über diese nordamerikanische Junkfood Kette ein paar Worte verlieren.
         Die Chefs von Stuffer Shack dachten sich bei der Gründung wohl, dass ein Supermarkt alleine viel zu langweilig ist. Also kombinierten sie das Geschäftsprinzip eines Lebensmitteldiscounters mit einem Elektronikmarkt und Burgerladen Schrägstrich Café. Jetzt sollte man meinen, dass sich die Leute irgendwann endlich mal auf einen gewissen Qualitätsmindeststandard für Nahrung einigen konnten. Der Dreck, den man in einem Stuffer Shack kaufen kann, ist so mies, dass selbst Hunde einen Bogen darum machen. Unser kleiner Gourmet allerdings fuhr total auf den Fraß ab.    

Mittwoch, 6. März 2013

Hanse Wasabi

Kapitel 2 - Für eine Handvoll Euro

        Kaum waren wir in meiner Bude angekommen und hatten uns einen Soycaf reingewürgt, kam eine Eilmeldung über das Schattennetz rein. Sie war offen gesendet worden und nicht an einzelne Runner. Jemand brauchte dringend ein Team für einen Job. Sie wollten einen Rigger, mindestens einen Magier und ein paar Muskeln oder Waffenspezialisten.
Wenn man als Runner neu im Geschäft ist und chronisch knapp bei Kasse, darf man nicht wählerisch sein. Zwar hätte ich mich lieber mit ominösen Beschattungen meinerseits und den abhanden gekommenen Erinnerungen einer Elfenfreundin beschäftigt, aber so eine Gelegenheit bietet sich nicht oft. 
          Dass die Nachricht im offenen Netz war bedeutete, dass wir uns sputen mussten. Also packten wir unsere Siebensachen und fuhren zur angegebenen Adresse.                
          Das Baikal lag mitten auf der Musikinsel im Zentrum Hamburgs. Hier reihten sich Bars, Clubs, Restaurants und Discotheken aneinander. Wir hatten gerade mal zehn Uhr morgens durch, weswegen nicht allzu viel los war. Wir wurden von einem mürrisch dreinblickenden Troll begrüßt, der uns die Waffen abnahm und zu einem Aufzug geleitete.
          "GELDGELDGELDGELDGELD! JUHU!"   
Unsere derzeit einzige funktionstüchtige Magierin bekam  sich bei der Aussicht auf ein paar Euro kaum mehr ein und freute sich ein zweites Arschloch. Langsam nervte es aber und darum war ich dankbar, als Sunetra dem ein Ende setzte, indem sie ihr  mit der flachen Hand einen Klaps auf den Hinterkopf verpasste.
          "Reiß dich am Riemen, Gajin!"  
"AUUU!", protestierte Alyssa, wie sie mit bürgerlichem Namen hieß, und rieb sich zur Verdeutlichung den Schädel. Largo ließ sich die Gelegenheit nicht entgehen ebenfalls auszuteilen: "Stell dich mal nicht so mädchenhaft an. Es wird schon nicht so weh getan haben wie dein erstes Mal."

Hanse Wasabi

Kapitel 1 - Rekrutierungen

        Der Volksmund sagt, dass Erinnerung schmerzhaft sein können. Das gleiche gilt aber auch dafür sich NICHT zu erinnern. Nein, ich meine nicht diese kleinen Erinnerungslücken, die einen nach einer durchzechten Nacht plagen können. Ich rede von einer ausgewachsenen Amnesie. Keinerlei Erinnerung mehr an den eigenen Namen, wo man her kommt, wer oder was man ist.
         Ein Zustand, in dem man mit aller Kraft zumindest ein paar kleine Bröckchen der Erinnerung an die Oberfläche der geistigen Suppe in seinem Schädel zu spülen versucht. Eine Anstrengung, die schon fast körperliche Schmerzen verursacht.
         Die Elfin jedenfalls verspürte die Auswirkungen eines solchen Versuches am eigenen Leib, als sie sich von ihrer Liegestatt aufbäumte, dann zusammenkrümmte als hätte man ihr einen Schwinger in die Magengrube verpasst, um anschließend dem Dekor der wanzenverseuchten kleinen Kabine eine persönliche Note hinzuzufügen. Matt wischte sie sich mit dem Handrücken den Mund trocken und ließ sich an der gegenüberliegenden Wand langsam zu Boden sinken. Sie fragte sich, wie man mit leerem Magen überhaupt noch kotzen kann.
         Der Flashback kam mit einer solchen Gewalt über sie, dass sie sich kaum auf das Gesehene konzentrieren konnte. Als die Elfin sicher war, dass sich ihr Bauch wieder beruhigt hatte, schloss sie ihre Augen, um noch einmal die Bilder Revue passieren zu lassen. Was hatte sie vorhin gesehen? Eine Lagerhalle, gigantisch hoch. Sie rannte. Allerdings konnte sie nicht sagen, ob sie jemanden verfolgte oder selber verfolgt wurde. Die Szenerie wechselte. Sie befand sich nun unter freiem Himmel. Über ihr schwebten irgendwelche chromblitzende Fluggeräte. Dann plötzlich zuckten blaue und grüne Blitze zwischen ihnen umher. Wurde da gezaubert?
         Auf einmal war sie von schemenhaften, schwarzen Gestalten umringt. Einer hob einen Arm und sie sah noch einen grell leuchtenden Strahl daraus hervor zucken. Durch die Dunkelheit, die sie umfing hörte sie nur noch eine heisere Stimme "Xerxes" flüstern.
         Ab da endete es. Die Übelkeit kam plötzlich wieder zurück. Doch bevor ihr Magen erneut revoltieren konnte, öffnete die Elfin die Augen und befand sich erneut in der tristen Wirklichkeit ihrer Schiffskabine. 

Dienstag, 5. März 2013

Berlin sehen und NICHT sterben




        Misstrauisch beäugte der Kfz-Mechaniker die Schäden an meinem Rover 2068. Ich hatte ihn erst kurz vor den tragischen Ereignissen erworben, die mich meinen Job beim privaten Nachrichtendienst ARGUS kosteten. Er war also noch relativ neu und ich hing an dem Schmuckstück. Den Geländewagen nun so ramponiert zu sehen schmerzte - und meinem Credstick besonders.
          Henry - zumindest behauptete das das Namensschild an der Brusttasche des Mechanikeroveralls - drehte sich Kaugummi kauend zu uns um und lenkte unsere Blicke mit seinem rechten Daumen auf das Einschussloch in der Heckscheibe hinter ihm.
          "Se fangen gern Fliegen im Rückwärtsgang, wa?"
Mehr als nur dezent klang sein Berliner Dialekt durch.
"Yeah, elende Metallmücken. Fliegen verdammt schnell hier im Osten der ADL." Einen Moment lang fuhr er wortlos fort, seinen Kaugummi zu bearbeiten.
          "Dreihunnertfuffzich Euro un ick interessier mich nich für ihr Mückenproblem."
          "Sagen wir vierhundert - für den schnellen Service." Die Miene des Mechanikers hellte sich auf, als er einschlug.
          "Se gefallen mir. So Kundschaft könnt ick öfters brauchen." Er griff nach einem kleinen Kasten an seiner Hüfte, seinem Komlink. Sofort wurden Lagerlisten auf die Innenseite seiner Brille projiziert.
          "Se haben Glück. Ick hab ne passende Scheibe auf Lager. Wenn se en Stündchen Zeit haben, könnt ick es gleich machen."
          "Ich hab eh nichts besseres vor. - Äh sagen sie, ist es okay, wenn ich mir an ihrem Automaten einen Kaffee ziehe?"
"Sofern se die Schlacke, die da raus kommt so nennen wollen... Bedienen se sich ruhig."
          "Wollen sie auch einen?"
"Nee danke, ick hab noch etwas Öl im Lappen." Lachend ging Henry nach hinten ins Lager.
          Cone, der bislang nichts gesagt hatte, brach sein Schweigen.
"400? Du gibst aber hohe Trinkgelder, Hendrik."
          "Zum einen gehört das zum guten Ton, wenn man morgens um fünf Uhr in einer 24 Stunden Werkstatt den Mechaniker aufscheucht und zum anderen haben wir es eilig. Ich kenne Kerle wie ihn. Wenn die bockig sind, brauchen die alleine für die Ersatzteilbestellung drei Tage. Außerdem werde ich dich angemessen an den Kosten beteiligen. STOP! Komm erst gar nicht auf die Idee zu protestieren. Mein Wagen hätte sich keine Kugel eingefangen, wenn ich dich in Dresden nicht hätte rauspauken müssen."
          Zornesröte erkämpfte sich Cones Gesichtszüge. Doch bevor er etwas Beleidigendes sagen konnte, schluckte er seine Worte herunter, atmete tief durch und ging zu den Toiletten. "Ich muss meinen Verband wechseln."
          Ich sah dem alten Hitzkopf noch eine Weile hinterher. Irgendwann würde er seine cholerische Ader in den Griff kriegen müssen, bevor es noch böse endete. 
          Henry hatte beim Kaffee nicht zu viel versprochen. Natürlich hatten sie keinen echten Kaffee da. Wer außer den Reichen konnte sich so etwas schon leisten? Soycaf gibt sich nie besonders viel Mühe Kaffee nachzuahmen, aber ich hatte mich daran gewöhnt. Der Dreck, der aus dieser Maschine troff war jedoch selbst für Soycaf eine Beleidigung. Egal, Hauptsache Koffein.
          Ich lehnte mich an die Wand und nippte an der flüssigen Teergrube in meiner Hand. Es waren seit Cones misslungenem Einsatz in Dresden erst einige Stunden vergangen und ich ließ mir die Ereignisse dieser Nacht noch einmal durch den Kopf gehen.
***

Familienangelegenheiten




        Die verfluchte Stadt hat mich wieder.
Dresden - oder besser gesagt, das was davon übrig geblieben ist. Seit den Europakriegen von 2031/32 ist hier nichts mehr wie früher - nicht dass ich das je persönlich gekannt hätte. Ich war noch Quark im Schaufenster, als die Russen damals hier einfielen, um Sachsen zu annektieren. Sie konnten zurückgeschlagen werden, aber eine Junta aus Bundeswehrgenerälen errichtete auf den Ruinen des ehemaligen Freistaats das Herzogtum Sachsen. Dresden wandelte sich in den letzten Jahrzehnten zu einem Stadt gewordenen Tumor aus Industrie, Slums,  Schickimicki-Wohnbezirken und Mülldeponien. Letztenendes war es ein Polizeistaat. Nur dass hier die Armee die Gewalt hatte.
Ich konnte diese Stadt noch nie leiden. Drecksarmee... arrogantes Pack!
        Und jetzt saß ich hier fest. So lange, bis ich Kontakt herstellen konnte.Bei einer Observierung gibt es nur eine feste Regel: Lass dein Ziel nie aus den Augen!
          Aber leider ließ mich höhere Gewalt diese Regel brechen. Meine Blase, das dämliche Organ, beging Insubordination. Ich musste mal. Dem einen oder anderen mag es peinlich sein so etwas zu erwähnen, aber so spielt das Leben halt. 

Montag, 4. März 2013

Index

Diese chronologische Auflistung soll Euch die Navigation durch die bereits erschienenen Geschichten der Wild Cards erleichtern.

Schattengeburt

        Eigentlich wollte ich nach einem beschissenen Tag auf Jobsuche nur mein Bier in einer der zahllosen abgeranzten Kneipen in der Herbertstraße genießen, aber es hat wohl nicht sollen sein. Schon als ich herein kam, bemerkte ich, dass ein Jugendlicher sich für irgendetwas Dummes Mut antrank. Er kochte vor Wut und sah ständig zu den Spitfires Gangmitgliedern rüber, die sich am Billardtisch betranken. Noch bevor ich meine Bestellung aufgeben konnte, nahm er einen Schlagring aus der Hosentasche und stand auf. Ohne zu zögern schnappte ich ihn mir. Trotz meinem starken Griff, zappelte er ganz schön.  
          "HEY HEY! Nun kühl mal dein Mütchen ab, Kleiner! Bist wohl neu hier, was?! Mit Straßengangs legt man sich nicht an! Ganz besonders nicht, wenn man sich in einer solch üblen Spelunke herum treibt, in der jeder bewaffnet ist!      
          Sei froh, dass ich dich zurück gehalten habe. Die hätten dich ausgeweidet und dir in deine aufgeschlitzte Kehle gepisst - und so willst du doch nicht enden, oder?

         
Was? Der Typ hat dir die Freundin ausgespannt? Ach Junge, vergiss die Braut! Wenn sie sich mit so einem Spitfire-Down-Lump aus den Gassen eingelassen hat, hat sie sich selbst deklassiert. Außer Drogen, SimSinn-Schrott und Randale haben die nichts im Schädel. Vergiss sie! Sie ist es nicht wert. Keine Frau ist es wert, dass du dafür dein Leben wegwirfst.
          Du glaubst, du wärst betrogen worden?